Kanban



Ursprünglich ist Kanban eine Methode zur dezentralen, flexiblen Steuerung von Produktionsprozessen in der Automobilindustrie. Die Mechanismen lassen sich aber gut auf die Anwendungsentwicklung übertragen.

Der Begriff Kanban stammt aus dem Japanischen und setzt sich aus den Worten „Kan“ für Visualisieren und „Ban“ für Karte, Beleg oder Tafel zusammen.

Letztlich bedeutet das, dass mithilfe von Karten genau gezeigt wird, an welcher Stelle ein Bedarf entsteht. Die Karten dienen also der schnellen Weiterleitung von Informationen an benachbarte Produktionsbereiche oder Entwicklungsteams.

Im Ergebnis erhalten Projektbeteiligte durch Kanban die Möglichkeit zu einer weitgehend autonomen Arbeitsorganisation sowie zur einer transparenten, effizienten Informationsvermittlung. Aus diesem Grund hat sich Kanban als Methode für agiles Projekt- und Change-Management etabliert.



Hierbei werden komplexe Projekte und Prozesse in mehrere Arbeitsschritte aufgegliedert, die als Grundlage der Planung von Aufgaben, Optimierungen und Kollaborationsprozessen dienen. Projektbezogenes Kanban ermöglicht also einen konsistenten und bedarfsgerechten Workflow.

Das Kanban Board als zentrale Anlaufstelle:



Um die Transparenz zu gewährleisten, werden die Karten zentral auf einem Kanban-Board platziert, das in mehrere Bereiche aufgeteilt ist. Eine einfache Aufteilung in drei Kategorien „To-Do / In Progress / Done“ ist dabei ebenso möglich wie eine komplexe Aufstellung. Hierbei werden beispielsweise auch zurückgestellte, vom Aufwand her schwer abzuschätzende oder ungeplante Entwicklungsschritte bzw. Prozesse oder auch Tests festgehalten.

Auf dem Kanban Board werden die Karten bzw. Aufgaben je nach Status von einem Bereich in den nächsten verschoben. Die Team-Mitglieder suchen sich die Karten selbstständig aus und bearbeiten diese oder unterstützen bei Bedarf Kollegen, die mit ihrer Arbeit nicht hinterherkommen. Eigenverantwortliche Organisation ist somit ein essenzieller Grundsatz des Kanban-Prinzips im Projektmanagement.